Optimale Bestellmenge

Benötigt ein Unternehmen grosse Mengen eines Gutes für die Produktion, so muss im Beschaffungsbereich die Entscheidung über die „richtige“ Bestellmenge getroffen werden. Hierbei muss ein Kompromiss zwischen den Vorteilen und Nachteilen von grossen Beschaffungsmengen gegenüber kleineren Beschaffungsmengen getroffen werden. Bei grosse Mengen gewährt der Lieferant oftmals hohe Preisnachlässe und gleichzeitig ist das Unternehmen unabhängiger von Schwankungen des Beschaffungsmarktes. Gleichzeitig sind jedoch die Lager- und Kapitalbindungskosten durch die grossen Lagerbestände sehr hoch und es besteht ein gewisses Absatzrisiko.

Kleinere Beschaffungsmengen verursachen somit geringere Lagerungskosten und eine geringere Kapitalbindung. Sie bieten höhere Flexibilität und erleichtern die Anpassung an Marktbedingungen wie beispielsweise die Änderung des Nachfrageverhaltens von Kunden. Die gravierenden Nachteile von kleinen Bestellmengen sind geringere Preisnachlässe der Lieferanten und schnelle Materialengpässe bei kurzfristigen Beschaffungsproblemen.

Zur Findung eines Kompromisses zwischen diesen Vor- und Nachteilen wird oftmals das Verfahren zur Ermittlung der optimalen Bestellmenge verwendet. Dies ist die Menge, bei der die Bestell- und Lagerhaltungskosten am niedrigsten sind. Die optimale Bestellmenge kann sowohl rechnerisch mittels einer Tabelle durch die Eintragung verschiedener Bestellszenarien, berechnet, als auch graphisch über ein Computerprogramm aufgezeigt werden.

Bestellmenge